Offener Brief des Bündnis gegen geistige Brandstiftung

24. September 2015

Am gestrige Mittwoch ist die NPD auf Ihrer Kahlschlagrundreise mit ihrer unsäglichen rassistischen Meinungsmache über Friedberg, Bad Nauheim, Butzbach nach Gießen gereist.

Auf der gestrigen Sitzung des Aktionsbündnisses gegen geistige Brandstiftung wurde ein offener Brief formuliert, der das Verhalten der Städte Bad Nauheim und Friedberg im Umgang mit der Information und Kommunikation zu den Anmeldungen dieser Kundgebungen kritisiert.

Hier der Wortlaut:

Offener Brief an die Bürgermeister der Stadt Friedberg und der Stadt Nauheim

Sehr geehrter Herr Keller, sehr geehrter Herr Häuser,

ohne vorherige Information der Öffentlichkeit konnte die NPD am 23.9. auf der Kaiserstraße in Friedberg und der Parkstraße in Bad Nauheim ihre menschenverachtende Ideologie ohne angemessenen Widerspruch darstellen. Wir halten das für untragbar! Geistiger Brandstiftung muss öffentlich widersprochen und deutliche Zeichen für Menschlichkeit und Weltoffenheit gesetzt werden. In anderen Städten wie z.B. in Butzbach sind die demokratischen und antifaschistischen Gruppen direkt über die bevorstehenden Auftritte der NPD informiert worden. Eine Politik des Rathauses, die kritische Stimmen demokratischer Gruppen ausschließen will, widersprechen wir entschieden. Geben Sie demokratischen Kräften die Chance, die Offenheit unserer Städte auch sichtbar zu machen! Wir gehen davon aus, dass die Kooperation der demokratischen Kräfte mit Ihrer Unterstützung und Beteiligung das Bild Friedbergs und Bad Nauheims in der Öffentlichkeit zukünftig besser erscheinen lässt.